Translationsallianz

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Was ist Translation?

 

Translationale Forschung bildet die Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und der klinischen Entwicklung. Neueste Ergebnisse der Grundlagenforschung sollen so auf kurzen Wegen zu neuen Therapien oder Diagnoseverfahren für Patienten führen. Und gleichzeitig werden Fragen, die bei der klinischen Arbeit entstehen von Grundlagenforschern bearbeitet.

 

 

 

News

05.10.2015

Intelligente Implantate im Nebelreaktor

Biotechnica: Leibniz Universität präsentiert intelligente Gewebeimplantate mit erhöhter Resistenz gegen Infektionen

Auf der diesjährigen Biotechnica, der Messe für Biotechnologie, Life Scienes und Labortechnik, stellt die Leibniz Universität vom 6. bis 8. Oktober 2015 auf dem Messegelände in Hannover neue Entwicklungen aus der Biomedizintechnik vor. Auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen in Halle 9, Stand E 19, zeigt sie mit ihren Verbundpartnern – zu denen unter anderen die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und das Laser Zentrum Hannover (LZH) zählen – intelligente, personalisierte Implantate. Im Fokus stehen die individuelle Materialauswahl, spezifische Prüfsysteme, die Sicherheit von Medizinprodukten, eine verbesserte Biokompatibilität und erhöhte Resistenz gegen Implantat-assoziierte Infektionen. Auf der Messe ist unter anderem ein Nebelreaktor für die Züchtung von Gewebeimplantaten zu sehen.

Anforderungen an Materialien, die körpereigenes Gewebe unterstützen oder ersetzen sollen, sind vielfältig. Die morphologischen und mechanischen Eigenschaften müssen dem Zielgewebe entsprechen, sie sollen mit dem biologischen Milieu in gewünschter Form interagieren. Je nach Anwendung ist ein sukzessiver Abbau durch den menschlichen Körper erwünscht. Um diese Anforderungen umsetzen zu können, entwickelt das Institut für Mehrphasenprozesse der Fakultät für Maschinenbau  implantatspezifische In-vitro-Prüfstände.

Mit der Entwicklung von personalisierten medizinischen Implantaten befasst sich das Institut für Technische Chemie der Naturwissenschaftlichen Fakultät. Die neuartigen Implantate sollen eine verbesserte Biokompatibilität und eine erhöhte Resistenz gegen Implantat-assoziierte Infektionen aufweisen. Die Leibniz Universität ist hierbei in ein transdisziplinäres Konsortium eingebunden. In dem Projekt „BIOFABRICATION for NIFE“ arbeiten die Ingenieure und Materialwissenschaftler der Leibniz Universität mit klinischen Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover zusammen sowie mit Kommunikationswissenschaftlern der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, die die Akzeptanz der neuen Technologie in der breiten Bevölkerung untersucht. NIFE ist das Niedersächsische Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung. Das von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und der Leibniz Universität Hannover (LUH) in Zusammenarbeit mit dem Laser Zentrum Hannover (LZH) neu gegründete NIFE hat zum Ziel, die transdisziplinäre Forschung- und Entwicklung mit dem Schwerpunkt Implantatforschung in Niedersachsen zu bündeln.

17.11.2017