Translationsallianz

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Was ist Translation?

 

Translationale Forschung bildet die Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und der klinischen Entwicklung. Neueste Ergebnisse der Grundlagenforschung sollen so auf kurzen Wegen zu neuen Therapien oder Diagnoseverfahren für Patienten führen. Und gleichzeitig werden Fragen, die bei der klinischen Arbeit entstehen von Grundlagenforschern bearbeitet.

 

 

 

News

24.07.2014

Neue DZIF-Professur an der DSMZ besetzt

Prof. Dr. Ulrich Nübel übernimmt die Arbeitsgruppe „Mikrobielle Genomforschung“

Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen hat gemeinsam mit der Technischen Universität Braunschweig eine neue W2-Professur für Mikrobielle Genomforschung im Rahmen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) eingerichtet. Berufen wurde der Mikrobiologe und Populationsgenetiker PD Dr. Ulrich Nübel vom Robert Koch–Institut. Die Professur ist am Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig als Mitgliedseinrichtung des DZIF angesiedelt.


Zum 1. Juni 2014 hat Prof. Dr. Ulrich Nübel die neue DZIF-Professur „Mikrobielle Genomforschung“ am Leibniz-Institut DSMZ übernommen. Mit seiner Arbeitsgruppe wird er am Institut den Schwerpunkt „Vergleichende Genomik und Genomevolution“ verstärken.

„Einige pathogene Bakterien verändern sich in ihrer Evolution sehr schnell“, sagt Ulrich Nübel. „In ihren Genomen sammeln sich im Takt von wenigen Wochen oder Monaten regelmäßig Mutationen an, die durch Sequenzierungen nachgewiesen werden können. Dies bietet Forschern die Chance, anhand von bakteriellen Genomsequenzen die Verläufe von Infektionsausbrüchen und Epidemien zu rekonstruieren. Gleichzeitig können auch genetische Ursachen für veränderte Virulenz- und Resistenzeigenschaften genomweit erfasst werden.“

Neben quantitativen Analysen der Bakterienevolution und Untersuchungen zu phänotypischen Auswirkungen der Genomvariation (funktionale Genomik) wird die Genom-basierte Identifikation neuartiger, mikrobieller Wirkstoffproduzenten ein Kernthema der Arbeit von Professor Nübel an der DSMZ bilden. Gleichzeitig beteiligt er sich an der Lehre in den Studiengängen Biotechnologie und Biologie, im Schwerpunktbereich „Infektionsbiologie“, an der Technischen Universität Braunschweig.

Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickeln bundesweit rund 200 Wissenschaftler aus 32 Institutionen gemeinsam Ansätze für neue Therapien, Medikamente, Impfstoffe und -verfahren. Der Brückenschlag von der Grundlagenforschung zur klinischen Erprobung und Anwendung ist ein wichtiges Ziel. Mit dem Schwerpunkt „Nosokomiale Infektionen“ und seinen Erfahrungen in der Molekularen Infektionsepidemiologie bringt Prof. Nübel wichtige Kenntnisse in den Verbund ein.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der DSMZ

18.08.2017