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Was ist Translation?

 

Translationale Forschung bildet die Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und der klinischen Entwicklung. Neueste Ergebnisse der Grundlagenforschung sollen so auf kurzen Wegen zu neuen Therapien oder Diagnoseverfahren für Patienten führen. Und gleichzeitig werden Fragen, die bei der klinischen Arbeit entstehen von Grundlagenforschern bearbeitet.

 

 

 

News

16.01.2014

Neuer Supercomputer für die Spitzenforschung

Ministerin weiht größten Hochleistungsrechner Norddeutschlands an der Leibniz Universität ein

Grünes Licht für ein Kraftpaket: Während einer feierlichen Veranstaltung hat der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN-Verbund) das neue System HLRN-III an der Leibniz Universität Hannover offiziell in Betrieb genommen. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic, hat Norddeutschlands größten Supercomputer am Donnerstag, 16. Januar 2014, eingeweiht. Mit dem Endausbau in diesem Jahr wird sich die Rechenleistung gegenüber der ersten Ausbaustufe etwa verzehnfachen. Damit nimmt das HLRN-III-System der Firma Cray Computer Deutschland GmbH eine bedeutende Position in der weltweiten Top-500-Liste ein. Der Supercomputer dient der Grundlagenforschung und der angewandten Spitzenforschung.


Zur Einweihung im Kesselhaus der Leibniz Universität Hannover IT Services (RRZN) kamen viele Vertreter aus Politik und Wissenschaft, darunter die Wissenschaftsministerin aus Brandenburg, Prof. Dr. Sabine Kunst. Der Präsident der Leibniz Universität, Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, und die Geschäftsführende Direktorin der Leibniz Universität Hannover IT Services, Prof. Dr.-Ing. Gabriele von Voigt, begrüßten die Gäste. Experten informierten anschließend über Details des neuen Systems und die Einsatzmöglichkeiten in Forschung und Wissenschaft.


Die beiden Teilsysteme der dritten Generation des Norddeutschen Hochleistungsrechners heißen "Gottfried“ und "Konrad“ - zu Ehren des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz und des Computerpioniers Konrad Zuse. Eine Besonderheit des HLRN-III ist, dass er an zwei Standorten betrieben wird, und zwar an der Leibniz Universität Hannover und in Berlin am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik. Beide Teile des Supercomputers sind durch eine schnelle Datenleitung miteinander verbunden und können im Wesentlichen wie ein System genutzt werden. Die Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie der Bund tragen die Investitionskosten in Höhe von 30 Millionen Euro je zur Hälfte. Das Land Niedersachsen übernimmt rund sieben Millionen Euro.


Derzeit nutzen insgesamt 565 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Rechenleistungen des Höchstleistungscomputers. Wichtige Anwendungsgebiete sind unter anderem die Optimierung von Windenergieanlagen, die Klima- und Meeresforschung oder die Entwicklung von Triebwerken, die weniger Lärm und Abgase erzeugen. Die beiden Rechner in Hannover und Berlin sind mit einer 10-Gigabit-Datenleitung verbunden. Die mögliche Datenmenge, die in einer Sekunde über diese Datenleitung transportiert werden kann, entspricht dabei fast einer Million Buchseiten. In einer zweiten Ausbauphase wird der Supercomputer bis Ende 2014 die Leistung des alten Systems um das Zehnfache übersteigen. Die Spitzenleistung wird dann 2,6 PetaFlops betragen; das sind 2,6 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde.


Der Norddeutsche Verbund zur Förderung des Hoch- und Höchstleistungsrechnens (HLRN-Verbund) wurde 2001 von den Ländern Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegründet. Im Jahr 2012 ist das Land Brandenburg dem Verbund beigetreten. Seitdem wurden zahlreiche wissenschaftliche Kooperationen zwischen den beteiligten Ländern ins Leben gerufen. 

20.09.2017