Translationsallianz

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Was ist Translation?

 

Translationale Forschung bildet die Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und der klinischen Entwicklung. Neueste Ergebnisse der Grundlagenforschung sollen so auf kurzen Wegen zu neuen Therapien oder Diagnoseverfahren für Patienten führen. Und gleichzeitig werden Fragen, die bei der klinischen Arbeit entstehen von Grundlagenforschern bearbeitet.

 

 

 

News

22.12.2009

TIHO: Arbeitsbeginn in der Klinik für Pferde

Universitätsklinikum am Bünteweg nimmt Betrieb auf

Der Umzug der ersten Klinik ist vollzogen. Mit dem Einzug der Klinik für Pferde wurde die Arbeit im neuen Universitätsklinikum am Bünteweg aufgenommen. Als nächstes folgt die Klinik für Heimtiere, Reptilien, Zier- und Wildvögel und verlässt den Campus der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) am Bischofsholer Damm. Nach Semesterende wird dann die Klinik für Kleintiere an den Bünteweg ziehen und den Einzug damit abschließen. Der Campus Bischofsholer Damm wird von der TiHo weiterhin genutzt. In den Altgebäuden wird eine Mensa als Ersatz für die Altmensa am Robert-Koch-Platz entstehen. Weitere Räume werden für die am Campus verbleibende Klinik für kleine Klauentiere und die Klinik für Rinder sowie als Lehrräume genutzt. Alle anderen Einrichtungen arbeiten unverändert weiter.

 

Die neuen Räumlichkeiten der Klinik für Pferde bieten auf rund 4.000 Quadratmetern für die Ausbildung der Studierenden, für die Forschung sowie für die Patientenversorgung beste Bedingungen. Dr. Gerhard Greif, Präsident der TiHo, lobt das bauliche Konzept des Neubaus: "Alles wurde so angelegt, dass für die studentische Ausbildung, für die Forschung und die Patientenversorgung die bestmöglichen Bedingungen herrschen. Zudem wurde ein besonderes Augenmerk auf Tierschutz sowie die Arbeitssicherheit und damit auf den Mitarbeiterschutz gelegt. Dabei geht es nicht nur darum, mögliche Gefahrenquellen auszuschließen und Unfällen vorzubeugen, sondern auch um gut durchdachte Arbeitsabläufe und die Vermeidung von unnötigen körperlichen Belastungen. Für die Forschung werden zudem sehr gute Bedingungen geboten"

 

Das Gebäude und die technische Ausstattung müssen den hohen Anforderungen an Lehre, Forschung und Patientenversorgung genügen. Für die Diagnose von Krankheiten, aber auch für die Ausbildung der Studierenden wurden modernste Geräte angeschafft. So steht der Klinik für Pferde ein hochmoderner Computertomograph mit einem Röhrendurchmesser von 82 Zentimetern zur Verfügung, der es erlaubt bisher für die Computertomographie nicht zugängliche Körperregionen zu untersuchen. Hinzu kommen eine ganz auf die Pferdemedizin abgestimmte moderne Röntgenanlage und ein neuer Magnetresonanztomograph mit einer Feldstärke von drei Tesla, der in dieser Form deutschlandweit einzigartig ist und von allen Kliniken gemeinsam genutzt wird. Professor Dr. Karsten Feige, Leiter der Klinik für Pferde, erklärt: "Diese hervorragenden bildgebenden Verfahren ermöglichen uns noch bessere Diagnosemöglichkeiten auf mehreren Ebenen. In Kombination mit dem neuen Standard im OP-Bereich und den mit modernen Techniken ausgestatteten Behandlungs- und Pflegebereichen können wir unsere Leistungsfähigkeit damit weiter steigern."

 

Studierende und Patientenbesitzer können die Operationen in einer eigens eingerichteten Zuschauerzone verfolgen. Zwei Operationsräume wurden mit Fenstern ausgestattet, die eine gute Sicht auf das Operationsgeschehen ermöglichen. Den Studierenden steht zusätzlich ein neuer Hörsaal zur Verfügung, der über 120 Plätze verfügt. Er befindet sich im Erdgeschoss und erlaubt es, Pferde in den praxisorientierten Unterricht unmittelbar einzubeziehen. Zudem wurde der Hörsaal mit neuester Medientechnik ausgestattet, die unter anderem "Live-Schaltungen" in Untersuchungs- und Operationsräume erlaubt.

 

Die Patienten sind in hohen, luftigen Stallungen untergebracht. Insgesamt stehen 60 stationäre Boxenplätze zur Verfügung, die zu einem großen Teil als Außenboxen oder als Boxen mit eigenem Paddock gestaltet sind. Neben dem Aspekt des Wohlbefindens der Pferde wurde bei der Planung eine größtmögliche Patientensicherheit berücksichtigt. "Alle Bereiche genügen den praktischen und hygienischen Anforderungen auf höchstem Niveau", erklärt Professor Feige "und können bei Bedarf komplett voneinander getrennt werden, um beispielsweise die Verbreitung von Infektionskrankheiten zu verhindern." Für Patienten, die mit Infektionskrankheiten vorgestellt werden, wurde eine Isolierabteilung mit eigenem Untersuchungsbereich eingerichtet, die eine vollständige Isolierung von Risikopatienten erlaubt und damit die größtmögliche Sicherheit für andere Pferdepatienten bietet.

23.09.2017