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Was ist Translation?

 

Translationale Forschung bildet die Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und der klinischen Entwicklung. Neueste Ergebnisse der Grundlagenforschung sollen so auf kurzen Wegen zu neuen Therapien oder Diagnoseverfahren für Patienten führen. Und gleichzeitig werden Fragen, die bei der klinischen Arbeit entstehen von Grundlagenforschern bearbeitet.

 

 

 

News

17.06.2010

Unimagazin zeigt biomedizinische Forschung in Hannover

Aktuelles Forschungsmagazin der Leibniz Universität Hannover zum Thema Biomedizintechnik erschienen

Unter dem Titel "Biomedizintechnik - Forschung für die Medizin der Zukunft“ versammelt das Unimagazin in seiner neuen Ausgabe 17 wissenschaftliche Beiträge von insgesamt 38 Forscherinnen und Forschern der Leibniz Universität Hannover und ihren Kooperationspartnern. Das Unimagazin ist das Forschungsmagazin der Leibniz Universität Hannover und erscheint zweimal im Jahr zu wechselnden Schwerpunkten.

Die Biomedizintechnik ist eine noch recht junge Forschungsrichtung – doch ihre Wurzeln gehen weit zurück. Richtig Fahrt nahm die Entwicklung im vergangenen Jahrhundert auf: Röntgengeräte, Herz-Lungen-Maschine, Hüftgelenkprothesen und künstliche Herzklappe waren nur einige Meilensteine der Medizingeschichte. Der Fortschritt nahm auch Fahrt auf, weil sich die Ingenieurwissenschaften rasant entwickelt haben – traditionell einer der Vorzeigebereiche der Leibniz Universität Hannover. Heute geht es in der Forschung an der Leibniz Universität Hannover z.B. um Cochlear-Implantate, die neue Hoffnung für Gehörlose bringen, antibakteriell ausgestattete Implantate, die Herstellung von Ersatzorganen oder selbstauflösenden Magnesiumdrähte. Dies sind alles anwendungsbezogene Projekte, die kranken Menschen zukünftig Heilung oder Linderung verschaffen können.

Die Biomedizintechnik hat inzwischen eine ganz erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Mit mehr als 15 Milliarden Euro Marktvolumen stand Deutschland 2004 weltweit an dritter Stelle. In den Vorjahren ist die Branche jährlich um rund sechs Prozent gewachsen. Diese Spitzentechnologie hat das Potenzial, auch in Zukunft in Deutschland eine bedeutende Rolle zu spielen.

Am Niedersächsischen Zentrum für Biomedizintechnik leisten die hannoverschen Hochschulen einen Beitrag dazu: Hier werden Innovationskraft und Forschungsstärke gebündelt, und an wesentlichen Bereichen der Biomedizintechnik geforscht. Insgesamt 38 Autoren aus Chemie, Physik, Medizin, Maschinenbau und Elektrotechnik haben Beiträge zu dieser Ausgabe des Unimagazins geliefert. Aber nicht nur Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Medizinerinnen und Mediziner kommen zu Wort. Auch aus juristisch-ethischer Sicht wird beleuchtet, wie mit menschlichem Gewebe umgegangen wird und umgegangen werden darf.

Das Unimagazin "Biomedizintechnik – Forschung für die Medizin der Zukunft“ können Sie bei Interesse gern unter 0511/762-2541 oder per E-Mail unter agneslelan@zuv.uni-hannover.de im Alumnibüro der Leibniz Universität Hannover bestellen. Die

Beiträge im Einzelnen:

Nils Hoppe
Zentrale Einrichtung für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsethik
Forschung mit menschlichem Gewebe
Ethische und rechtliche Aspekte

Cornelia Kasper
Institut für Technische Chemie
Von der Zelle zum funktionalen Gewebe
Wie Spezialreaktoren die Züchtung menschlichen Gewebes optimieren

Birgit Glasmacher | Florian Evertz | Ralf Spindler
Institut für Mehrphasenprozesse
Leben aus dem Eis
Neue Techniken bei der Kryokonservierung ermöglichen die Langzeitlagerung menschlicher Zellen

Birgit Glasmacher | Boris Chichkov
Institut für Mehrphasenprozesse, Institut für Quantenoptik
Spenderorgane aus körpereigenen Zellen
Spezielle Gerüststrukturen optimieren die Herstellung von Ersatzorganen

Birgit Glasmacher | Andreas Szentivanyi
Institut für Mehrphasenprozesse
Elektrogesponnene Fasern
Trägermaterial und Wirkstoffdepot für die Regenerative Medizin

Nina Ehlert | Peter Behrens
Institut für Anorganische Chemie
Nanoporöses Silica
Ein innovatives Biomaterial

Cornelia Kasper | Ulrike Böer
Institut für Technische Chemie, Medizinische Hochschule Hannover
Tissue Engineering: Von der Forschung in die Praxis
Musterlabor entwickelt Qualitätsstandards für die Produktion von Biomaterialien und Herstellung von Implantaten

Thomas Lenarz | Bernd Edler
Medizinische Hochschule Hannover, Laboratorium für Informationstechnologie
Das bionische Ohr
Innenohrprothesen ermöglichen Gehörlosen eine neue Hörwahrnehmung

Andreas Hussong | Omid Majdani | Tobias Ortmaier
Institut für Mechatronische Systeme, Medizinische Hochschule Hannover
Hoffnung für Schwerhörige
Computer- und roboterassistierte Insertion von Cochlea-Implantaten

Heinz Haferkamp | Stephan Barcikowski | Philipp Wagener | Andreas Schwenke
Institut für Werkstoffkunde, Laser Zentrum Hannover
Kleine Teilchen mit großer Wirkung
Nanomaterialien ermöglichen den antibakteriellen Schutz von Medizinprodukten

Friedrich Wilhelm Bach | Jan-Marten Seitz
Institut für Werkstoffkunde
Schwer auf Draht
Selbstauflösende Magnesiumdrähte in der Biomedizintechnik

Thomas-Helmut Scheper | Fabienne Anton
Institut für Technische Chemie
Bioprozesstechnik im Dienste der Gesundheit
Wie biotechnologische Prozesse zur Herstellung therapeutischer Wirkstoffe optimiert werden können

Andreas Kirschning | Gerald Dräger
Institut für Organische Chemie
Natürliche Wirkstoffe biomolekular optimieren
Die Entwicklung von Wirkstoffen zur Behandlung von Infektions- und Tumorerkrankungen

Alexander Heisterkamp | Alexander Krüger | Sabine Donner
Institut für Quantenoptik, Laser Zentrum Hannover
Bilder aus Licht
Optische Bildgebung in der Biomedizinischen Technik

Jörg Wallaschek | David Oliva Uribe | Florian Schiedeck
Institut für Dynamik und Schwingungen
Mechatronischer Tastsinn
Wie piezoelektrische taktile Sensoren Diagnosen optimieren

Bernd-Arno Behrens | Anas Bouguecha | Ingo Nolte | Patrick Wefstaedt
Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen, Klinik für Kleintiere der TiHo Prothesen in der Tiermedizin
Simulationen optimieren den Einsatz von Hüftimplantaten bei Hunden

Manfred W. Elff | Birgit Glasmacher | Wolfgang Ertmer | Thomas Scheper
NZ-BMT, Institut für Mehrphasenprozesse, Institut für Quantenoptik, Institut für Technische Chemie NZ-BMT Hannover
Zentrum für Forschung in der Biomedizintechnik



Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen steht Ihnen die Pressestelle der Leibniz Universität Hannover unter Telefon +49 511 762 5342 oder per E-Mail unter info@pressestelle.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

 

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20.09.2017