Translationsallianz

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Was ist Translation?

 

Translationale Forschung bildet die Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und der klinischen Entwicklung. Neueste Ergebnisse der Grundlagenforschung sollen so auf kurzen Wegen zu neuen Therapien oder Diagnoseverfahren für Patienten führen. Und gleichzeitig werden Fragen, die bei der klinischen Arbeit entstehen von Grundlagenforschern bearbeitet.

 

 

 

News

13.03.2015

Wegweisendes Medizintechnikprojekt auf der CeBIT

Neurowissenschaftler, Ingenieure und Informationstechniker bringen Patienten den Arzt rund um die Uhr ins Haus

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg präsentiert auf der diesjährigen CeBIT, der weltgrößten IT-Messe, vom 16. bis 20. März 2015 ein wegweisendes digitales Medizintechnikprojekt. Prof. Dr. Heinz-Jochen Heinze, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie Magdeburg, wird das Projekt HOME2B+, Home Monitoring of Brain and Body Functions, vorstellen, das in Kooperation mit dem global agierenden Informations-und Konsumforschungsunternehmen Nielsen entwickelt wurde.

Es handelt sich dabei um ein neues telemedizinisches Verfahren, das kontinuierlich wichtige Parameter von Gehirn und Körper – Brain and Body – zu Hause registriert, diese drahtlos in die Praxis des/der behandelnden Arztes/Ärztin sendet und dort teilweise auch automatisch analysiert. So ist der Mediziner am Computer jederzeit über den aktuellen Gesundheitszustand seiner Patienten informiert.

Hintergrund dieser innovativen Entwicklung sind die zentralen Herausforderungen, vor denen das Gesundheitssystem steht: Eine alternde, zunehmend therapiebedürftige Gesellschaft trifft auf Versorgungsengpässe bei Ärzten und Therapeuten und steigende Kosten. Durch die Telemedizin könne dennoch eine adäquate Versorgung in einem finanzierbaren Rahmen erreicht werden, so der Neurowissenschaftler Heinz-Jochen Heinze. „Unser Ansatz ist es, Teile der Diagnostik und der Überwachung von Risikopatienten aus den kostenintensiven Krankenhäusern in die Häuslichkeit zu verlagern. In Sachsen-Anhalt, wo die durch den demographischen Wandel hervorgerufenen Probleme für das Gesundheitssystem besonders gravierend sind, wollen wir daher mit einem bislang einmaligen Projekt der Telemedizin beginnen: 2.000 Patienten sollen ab dem Herbst 2015 zwei Jahre lang mit HOME2B+ versorgt werden. In einer Kooperation von niedergelassenen Neurologen, Krankenkassen, der Landesregierung und dem Unternehmen Nielsen wollen wir ein System entwickeln und testen, das speziell für die dezentrale medizinische Betreuung älterer und kranker Menschen in diesem Land entwickelt wurde“, so Heinze.

Das Projekt wird am Montag, den 16. März 2015 von Prof. Heinze im Beisein des Rektors der Universität Magdeburg Vertretern der Bundesregierung während eines Rundganges auf der CeBIT-Messe präsentiert.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Universität Magdeburg

22.07.2017