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Translational research represents the interface between basic research and clinical development. The goal is to enable the latest findings from basic research to lead to new therapies or diagnostic procedures for patients in the shortest of times. At the same time, questions that arise during the clinical practice are fed back to basic research for systematic analysis.

 

 

 

News

16.12.2010

BMBF fördert Verbundprojekt für Resistenzforschung

Antibiotikaresistenzen bei Bakterien bereiten in der Human- und Veterinärmedizin zunehmend Probleme

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert für drei Jahre mit rund drei Millionen Euro ein Verbundprojekt zur Erforschung von Antibiotikaresistenzen bei Darmbakterien. Von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) sind zwei Institute an dem Projekt mit dem Namen RESET beteiligt: das Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung und das Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie. Sie erhalten zusammen für ihre Teilprojekte rund 650.000 Euro. Koordiniert wird der gesamte Verbund vom Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung.

 

Bakterien entwickeln immer häufiger Resistenzen gegenüber Antibiotika. Diese zunehmende Verbreitung und das Auftreten immer neuer Schutzmechanismen sind in der Human- und Veterinärmedizin ein Problem. Resistente Erreger erschweren die erfolgreiche Behandlung von Infektionen, da bislang wirksame Antibiotika zu unwirksamen Substanzen werden können. Im Forschungsverbund RESET werden Wissenschaftler aus der Human- und Veterinärmedizin die Antibiotikaresistenzen bei Enterobakterien erforschen. Zu dieser Bakteriengruppe gehören beispielsweise Escherichia coli und Salmonella enterica, die nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Tieren und in der Umwelt vorkommen. Enterobakterien sind Bestandteil der normalen Darmflora von Mensch und Tier. Einige Spezies sind jedoch in der Lage, Erkrankungen hervorzurufen. Obwohl sich bereits eine Vielzahl von Studien mit Resistenzen und ihrer Ausbreitung beschäftigt hat, sind die facettenreichen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Wirten und Pathogenen sowie schnelle und sichere Untersuchungsmethoden immer noch eine Herausforderung für Forscher und Gesundheitsbehörden.

 

In der Human- wie in der Veterinärmedizin werden unter anderem die antibiotisch wirksamen Fluorchinolone sowie ß-Laktam-Antibiotika zur Bekämpfung von bakteriellen Infektionen eingesetzt. Die Forscherteams werden vor allem Darmbakterien untersuchen, die gegen diese Antibiotika Resistenzen entwickelt haben. Ziel ist es, festzustellen, welches Risiko von den verschiedenen Bakterien selbst, ihrer Herkunft und den Übertragungswegen für Menschen ausgeht.

 

Der Verbund will ein umfassendes Bild zur Resistenzlage der untersuchten Erreger zeichnen. Dafür werden die Wissenschaftler epidemiologische Studien zum Vorkommen resistenter Erreger in Tier, Mensch und Umwelt mit grundlagenorientierten Studien, die die Resistenzeigenschaften und Übertragungsmechanismen  charakterisieren, kombinieren. Zusätzlich werden sie den Einfluss von Antibiotika auf die Entwicklung von Resistenzen untersuchen. Auf der Grundlage ihrer Ergebnisse werden die Forscher Empfehlungen zur Verminderung der Resistenzentwicklung erarbeiten und so die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) unterstützen, die das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Jahr 2008 vorgestellt hat.

 

Das Netzwerk RESET besteht aus zehn Verbundpartnern und fünf assoziierten Partnern aus Human- und Veterinärmedizin sowie Epidemiologie. Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover koordiniert den Verbund. Weitere Partner sind das Bundesinstitut für Risikobewertung, Freie Universität Berlin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Nutztiergenetik des Friedrich-Loeffler-Instituts, Robert Koch-Institut, Universität Paderborn, das Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie Fachhochschule Südwestfalen.

 

Zur TiHo Pressemitteilung

18.11.2017