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Translational research represents the interface between basic research and clinical development. The goal is to enable the latest findings from basic research to lead to new therapies or diagnostic procedures for patients in the shortest of times. At the same time, questions that arise during the clinical practice are fed back to basic research for systematic analysis.

 

 

 

News

26.10.2010

Europäischer Forschungsrat zeichnet Susanne Häußler mit dem "ERC Starting Grant" aus

1,5 Mio Euro für die Pseudomonas-Forschung

Es hat etwas von einem Europäischen Forschungsritterschlag: Professor Susanne Häußler, Leiterin der Abteilung Pathophysiologie Bakterieller Biofilme am hannoverschen TWINCORE, hat einen "ERC Starting Grant" in Höhe von 1,5 Millionen Euro erhalten. ERC steht für "European Research Council". Dahinter verbirgt sich der von der Europäischen Kommission gegründete Europäische Forschungsrat. Ziel des ERC ist es, Forscher zu fördern, die bahnbrechende visionäre Forschung betreiben und die Grenzen zwischen Grundlagen- und angewandter Wissenschaft aufheben: Pionierforschung.

Exzellenz und besondere Ideen sind die Kriterien, nach denen die Gutachter des ERC entscheiden. Und Susanne Häußler konnte die Gutachter mit ihrem Projekt überzeugen: "Ich werde eine molekulare Methode entwickeln, mit der sich Antibiotikaresistenz-Marker in Pseudomonas-Bakterien aufspüren lassen." Sie hat fünf Jahre Zeit, in den Genen sämtlicher Pseudomonas-Stämme nach Strukturen zu suchen, die sie direkt mit der Resistenz gegenüber den gängigsten vier Antibiotika verknüpfen kann. Damit verwischt Susanne Häußler die Grenze zwischen genetischer Grundlagenforschung und einem klinischen Problem: In Krankenhäusern verursachen Pseudomonas-Bakterien schwere Infektionen bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem. Die Keime befallen Wunden, den Harnweg und die Lunge. Sie bilden Biofilme, die sie vor Antibiotika schützen, und ein Großteil der Pseudomonas-Bakterien ist gegen viele Antibiotika resistent.
Der klassische Weg diese Resistenzen aufzuspüren, ist das Anlegen von Bakterien-Kulturen. Das dauert Tage in denen der ohnehin geschwächte Patient den Bakterien ausgeliefert ist. "Besonders auf den Intensivstationen geht es um eine schnelle Diagnostik, um zeitnah eine effektive Therapie einzuleiten", sagt Susanne Häußler, "und die Methode, die ich mit meinem Team entwickeln werde, wird deutlich schneller und genauer sein als klassische Kultur-Verfahren."

Entscheidend ist, sämtliche Marker zu finden, die den Bakterien diese Widerstandskraft gegen die Antibiotika verleihen. Dafür wird die Wissenschaftlerin am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig so genannte "Next Generation Sequencing" Methoden anwenden, mit denen sie das Erbgut von Bakterien extrem schnell analysieren kann. "Wir werden Pseudomonas-Stämme, die aus der Klinik stammen, gemeinsam mit der Abteilung Genomanalyse untersuchen und die genetischen Ergebnisse mit den klassischen aus den Kulturverfahren vergleichen." Das Prinzip dahinter: Alle Stämme, die dann gegen ein Antibiotikum A resistent sind, müssen genetische Gemeinsamkeiten haben - und zwar andere, als alle Stämme, die gegen ein Antibiotikum B resistent sind. Ganz so einfach ist es freilich nicht, aber nach dieser Methode wird Susanne Häußler vorgehen, um ein Stück Pionierforschung für Europa zu leisten.

 

Ansprechpartnerin:

Prof. Dr. Susanne Häußler, susanne.haeussler(at)twincore.de
Tel: +49 (0)511-220027-212 

 

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20.08.2017