Translationsallianz

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What is translation?

 

Translational research represents the interface between basic research and clinical development. The goal is to enable the latest findings from basic research to lead to new therapies or diagnostic procedures for patients in the shortest of times. At the same time, questions that arise during the clinical practice are fed back to basic research for systematic analysis.

 

 

 

News

19.06.2015

Forschergruppe entwickelt »Gradierte Implantate«

TU Braunschweig in drei Teilprojekten vertreten

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Institute für Technische Chemie und Pharmazeutische Technologie erforschen und entwickeln neuartige Implantate für Sehnen-Knochen-Verbindungen. Die von der Medizinischen Hochschule Hannover koordinierte Forschergruppe wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zunächst für die kommenden drei Jahre mit über vier Millionen Euro gefördert.

Ein Unfall, Überbelastung oder Verschleiß können verursachen, dass eine Sehne und mit ihr der Muskel vom Knochen abreißt. Die Therapie und Heilung dieser Sehnen-Knochen-Ansatzzonen erfordert operative Eingriffe, die allerdings im Allgemeinen keine befriedigende Langzeitlösung ergeben. Der neue Ansatz der Forschergruppe sieht vor, die Implantate an die am Sehen-Knochen-Übergang aufgrund der verschiedenen beteiligten Gewebe auftretenden Gradienten anzupassen. Die Implantate sollen sich in ihren mechanischen Eigenschaften, aber vor allem auch in der Freisetzung von Wachstumsfaktoren graduell verändern. In der Forschergruppe sollen die wissenschaftlichen Grundlagen der Regeneration erarbeitet und diese Mechanismen auf einen Implantat-Prototypen übertragen werden. Das endgültige Ziel soll ein Implantat sein, das die vollständige Heilung von Verletzungen von Knochen-Sehnen-Übergängen zunächst an der Schulter ermöglicht.

Prof. Henning Menzel vom Institut für Technische Chemie der TU Braunschweig ist stellvertretender Sprecher der Forschergruppe. In einem Teilprojekt wird er Polymere für die als Grundkörper der Implantate dienenden Fasermatten herstellen, bzw. die Faseroberflächen modifizieren. In einem weiteren Teilprojekt wird Menzel gemeinsam mit Kollegen von der Leibniz Universität Hannover Freisetzungssysteme für die therapeutisch wirksamen Proteine, die Wachstumsfaktoren, entwickeln und in Gradienten auf den Fasermatten aufbringen.

Der Nachweis der Wachstumsfaktoren und ihrer sowohl räumlich wie zeitlich gradierten Freisetzungsprofile ist die Aufgabe des Frau Prof. Heike Bunjes vom Institut für Pharmazeutische Technologie der TU Braunschweig. Sie leitet das Teilprojekt gemeinsam mit der Sprecherin der Forschergruppe, Frau Prof. Andrea Hoffmann von der MHH-Klinik für Orthopädie – Labor für Biomechanik und Biomaterialien (LBB). Weitere Teilprojekte der Forschergruppe befassen sich mit der Wirkungsweise der Wachstumsfaktoren, ihrer Herstellung sowie der Testung der Implantate auf Biokompatibilität und Wirkung im Organismus.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der TU Braunschweig

21.08.2017